Dresden ist ein Magnet für hochentwickelte Industrie, insbesondere für die Mikroelektronik. Das hängt in hohem Maße damit zusammen, dass es leicht fällt, Arbeitskräfte nach Dresden zu locken, die sich wegen ihrer hohen Qualifikation ihren Arbeitsplatz selbst aussuchen können. Diese Menschen suchen sich einen Heimatort von hohem landschaftlichem und kulturellen Wert und sind darum bemüht, Ihren Kindern gute Bildungschancen zu bieten.
Hochtechnologiefirmen, die um qualifizierte Fachkräfte aus aller Welt werben, sind angewiesen auf diese "weichen Standortfaktoren". Gerade diese Standortvorteile werden durch die Brücke massiv gefährdet. Vergleichbar gute Straßenanbindungen oder finanzielle Förderungen bieten andere Städte auch.
Der Technologiestandort im Norden ist über die Autobahn und seine Zubringer an alle Gebiete der Stadt und überregional hervorragend angebunden. Der Flughafen steht vor der Tür. Die hochmoderne S-Bahn verkehrt z. T. alle 15 Minuten.
Die Gewerbestandorte sind längs der Eisenbahn angesiedelt. Die A17 und die Fernverkehrsstraßen sind gut erreichbar. Die Waldschlößchenbrücke würde bewirken, dass in Richtung Berlin und Bautzen die Abkürzung durch die Stadt bevorzugt wird. Der Gewerbeverkehr sollte aber aus der Innenstadt weitestgehend ferngehalten werden.
Hier gibt es massive Proteste, Einsprüche und Klagen wegen Geschäftsgefährdung und Wertminderung. In besonderem Maße trifft es die Hauseigentümer und Vermieter, wie z. B. die Wohnungsgenossenschaft Johannstadt zu.