Brauchen wir eine weitere Brücke?

Die Brückenbefürworter behaupten, der Bedarf nach Elbquerungen würde in Zukunft zunehmen. Die Realität sieht anders aus. Nach Jahren der Stagnierung nehmen die Verkehrszahlen ab. Lediglich die Autobahn und die Flügelwegbrücke haben noch Verkehrszuwächse (siehe Grafik). Die Durchschnittsgeschwindigkeit des Dresdner Autoverkehrs ist kontinuierlich gestiegen und befindet sich im oberen Bundesdurchschnitt.

Auch längerfristige Prognosen sehen ein Rückgang des Straßenverkehrs*). So wird die Bevölkerung insgesamt ab-, der Anteil der älteren Menschen aber zunehmen. Ältere fahren aber weniger Auto. Nur der Fern- und Schwerlastverkehr wird wachsen. Aber gerade diesen Verkehr wollen wir ja aus der Stadt heraushalten! Die Waldschlößchenbrücke holt ihn in unsere Wohngebiete!

Das Blaue Wunder kann durch diese Brücke nicht ersetzt werden. Sie schafft es ja nicht mal, den Schillerplatz zu entlasten! Wir können und müssen es längerfristig erhalten.

*) siehe Interview mit Baubürgermeister Feßenmayr in der SZ vom 6. Januar

Entwicklung der
  Brückenquerungen 1995-2003. Seit 1995 konstant, seit 2000 stark fallend

siehe Hilft die Brücke gegen den Stau am blauen Wunder?

siehe Was wird, wenn das Blaue Wunder bautechnisch gesperrt werden muss?


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