Auswirkungen des Brückenbaus auf die Dresdner Kulturlandschaft

Der Städtische Eigenanteil von mindestens 40 Mio. Euro für die Brücke müsste aus dem Investitionshaushalt bezahlt werden. Für einen neuen Philharmonie-Konzertsaal aber fehlt im Investitionshaushalt der Kulturstadt Dresden angeblich das Geld. Über dieses wichtige kulturpolitische Projekt wird überhaupt nicht mehr gesprochen. Selbst Pläne zum Umbau des Kulturpalastes wurden auf eine minimale Sparvariante zurückgefahren.

Die Waldschößchenbrücke allein wird jährlich Unterhaltskosten beanspruchen, wie für die bisherigen sechs Dresdner Stadtbrücken zusammen. Das Geld müsste aus dem Verwaltungshaushalt aufgebracht werden. Aus dem Verwaltungshaushalt wird auch die Kultur finanziert. Das geschieht schon jetzt von Jahr zu Jahr schlechter.

Dresdens Schulden haben sich mittlerweile auf mindestens 870 Mio. Euro angestaut.

Die Zinslast beträgt jährlich ca. 40 Mio. Euro.

Die Tilgung beträgt jährlich ca. 33 Mio. Euro.

Auch diese Kosten belasten den Verwaltungshaushalt.

Es ist offensichtlich, dass deswegen bei Kunst und Kultur "gespart" werden muss. Auch ohne Waldschlößchenbrücke wurde u.a. das Theater der Jungen Generation erheblich zurückgestutzt, wurdendie Musikfestspiele um 500.000 Euro gekürzt, Bibliotheken geschlossen und die Operette stand immer wieder auf der Streichliste.

Die Waldschlößchenbrücke ruiniert Dresdens Kultur!

Prof. Hartmut Haenchen zur Waldschlößchenbrücke
Prof. Haenchen ist Dirigent und Intendant der Dresdner Musikfestspiele


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