Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) erhalten kostenlose Imagewerbung durch die Brückengegner. Eine Flugblattkampagne nennt sich "Die Straßenbahn kommt unter die Räder". Steffen Dutsch, Verkehrsexperte der TU Dresden, rechnet vor, dass der Verkehrszug Waldschlößchenbrücke zu fünf neuen Kreuzungspunkten mit dem bisherigen Straßenbahnnetz führe. Die Folgen: weniger Fahrgäste, höhere Fahrzeiten, schlechter werdendes Image der Straßenbahn, weniger Geld für Sanierungen. Das Fahren mit Bus und Bahn werde insgesamt teurer.
Der TU-Verkehrsexperte ermittelte durchschnittliche Reisezeiten. Bisher dauere die Fahrt von der Zwinglistraße bis ins Industriegelände im Schnitt 34,5 Minuten. Mit Brücke verlängere sich das um 1,5 Minuten. Krass werde der Vergleich beim S-Bahn-Haltepunkt Dobritz zum Industriegelände (Wartezeiten und Umsteigen mit eingerechnet). Mit der S-Bahn dauere das 37 Minuten, mit Straßenbahn und Bus über die Brücke satte 50 Minuten.
DNN vom 04.Februar 2005