Das ist nicht zu befürchten, denn es widerspricht allen uns bekannten praktischen Verhaltensweisen! Die Strecke zwischen den Anschlussstellen Dresden-Hellerau und Dresden-Prohlis ist durch die Stadt über die WSB zwar 11 km kürzer als auf der Autobahn, dafür benötigt man aber eine um ca. 10 min längere Fahrzeit, u.a. weil 34 Ampelkreuzungen passiert werden müssen (z.B. am Kaufpark Nickern, am Bahnhof Dresden-Dobritz, Karcherallee, Stübelallee, Fetscherplatz, Stauffenberg-allee/Königsbrücker Straße, Hansastraße/ Stauffenbergallee, etc.).
Durch die längere Fahrzeit entstehen höhere Kosten, als durch die Abkürzung an LKW-Maut eingespart werden (auch nachts, denn da sind die meisten Ampeln auf dieser Strecke aus Verkehrssicherheitsgründen ebenfalls in Betrieb). Für schwere LKW über 12 t fallen für eine Fahrt auf der Autobahn zwischen den Anschlussstellen Dresden-Hellerau und Dresden-Prohlis (ca. 27 km) 3,30 € Mautkosten an (entspricht 12,4 ct/ km).
Die Wegweisung auf der Autobahn zu den Fernzielen Berlin und Prag erfolgt nicht durch die Stadt, sondern immer über die Autobahn A4/ A17.
TÄUSCHUNG: Wieviele LKW's die Abkürzung nutzen, können weder wir noch die "Brückenbauer" wissen. Die Prognosen der Stadtverwaltung blenden den Fakt Transitverkehr einfach aus.
Zu einer Erstellung einer Verkehrsprognose braucht man aber alle Wirschafts und Verkehrsdaten der Umgebung, auch die des Transitverkehrs. Die Stadt hat diese Zahlen bis heute nicht geliefert.
Sicher ist allerdings, dass die Autobahn heute von vielen Dresdnern benutzt wird, um die Stadt zu umgehen. Durch den Brückenbau wird es wieder attraktiv, durch die Stadt zu fahren, zumal dafür jetztige Wohnstraßen in Strießen und Gruna vierspurig ausgebaut werden sollen.
Die 20.000 zusätzlichen Fahrten durch den Bau der Waldschlößchenbrücke berücksichtigen den Transitverkehr noch nicht. Die Zahl wird also höher sein!
Warum bauen wir für mehrere Milliarden Euro die A17, wenn deren Entlastungseffekte durch die Waldschlößchenbrücke wieder zunichte gemacht werden sollen?