Die Verdrehungen und Falschaussagen der Brückenbauer


Warum erhöht sich die Zahl der Elbquerungen, wenn die Brücke angeblich zu einer Verkehrsentlastung führt?

Durch den Bau des Verkehrszuges Waldschlößchenbrücke kommt es insgesamt zu ca. 17.000 Elbquerungen mehr pro Tag als ohne den Verkehrszug. Das sind jedoch nicht alles wirklich neue Fahrten. So verändern sich durch den Bau des Verkehrszuges bestimmte Wegebziehungen, so dass Fahrten, die bisher nur auf einer Elbseite durchgeführt wurden nun über die Elbe erfolgen.

Durch den Verkehrszug werden die Stadtteile östlich des Stadtzentrums besser miteinander verbunden, das Verkehrsnetz wird attraktiver und deshalb verändern sich auch die Wegebeziehungen. Die Erhöhung der Anzahl der Elbquerungen ist eine Folge dieser Verlagerungseffekte.

Trotz dieser höheren Anzahl der Elbquerungen kommt es insgesamt zu einer Verkehrsentlastung, da sich die Verkehrsströme gleichmäßiger verteilen und Staufallen entlastet werden.

FALSCH: Die Zahl 17.000 (richtig wäre 17.500) stammt aus einer Verkehrsprognose von 2002. In dieser Prognose wurde u.a. die Brücke Erfurter Straße um 2.000 Fahrzeuge entlastet.

Da es heute und in naher Zukunft keine Brücke Erfurter Straße gibt und geben wird, kann diese auch nicht entlastet werden. Die Aufsichtbehörde entdeckte die Mogelei und forderte eine erneute Verkehrsprognose. Ergebnis: Durch den Bau der Waldschlößchenbrücke fahren täglich fast 20.000 Fahrzeuge mehr durch die Stadt.

Die angesprochenen Verlagerungseffekte ergeben sich hauptsächlich durch den Attraktivitätsverlust von Bus und Bahn. Außerdem wird öfter und weiter Auto gefahren als zuvor.

siehe Wieso sollen mit der Brücke plötzlich 20.000 Fahrzeuge mehr durch die Stadt fahren?

siehe Was ändert sich für Bus und Bahn??


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